Mount Cook

21Juni2012

21. Juni – Mt. Cook

Anne Annes Schuh im Schnee Schneeeeee Walkway zum Kea Point Mt. Cook im Hintergrund


Gestern habe ich erneut, aber diesmal für immer Queenstown verlassen und mich auf den Weg gemacht, meine letzten Tage in New Zealand zu genießen.
Das Ziel für diesen Tag war Mt. Cook / Aoraki oder so. Der höchste Berg in Neuseeland. Es ist unbeschreiblich schön hier. Ich befinde mich in einem Winterzauberland. Möchte mir am liebsten die Skier unter die Füße klemmen und losskiern :D

Mein Hostel (ohje, ich muss wieder Miete zahlen – 29$) nennt sich Mt. Cook Backpacker Lodge. Erinnert mich irgendwie an eine tschechische Jugendherberge mit genau den gleichen gruseligen Ureinwohnern vom Dorf. Nun ja. Ist ja nur eine Nacht und wenn ich mich traue, werde ich heute auch zum wöchentlichen Pub Quiz gehen. Ist praktischer Weise gleich im Hostel drin – der Pub.

Achso, statt skigefahren,. Bin ein wenig gelaufen. Leider war es doch ein bisschen zu glatt. Deshalb habe ich meine Strecke einfach verkürzt und bin wie gewollt ins Edmund Hillary Museum gegangen. Schön und interessant. Einen eineinhalbstündigen Film für 16$ habe ich mir dann aber verkniffen.



Wie gewollt nun noch die nächsten Eckdaten der kommenden Tage:

22. Juni – Rangitata
23. Juni – Kaikoura
24. Juni – Christurch (5 Monate Neuseeland!)
 Flug von Christchurch nach Auckland um 19 Uhr, Ankunft 20.20 Uhr

25. Juni Flug von Auckland nach Seoul, 12 Flugstunden
Departure: 08.45 Uhr Ortszeit Auckland
Arrival: 17.45 Uhr Ortszeit Seoul
Flugnummer: KE130 Korean Air

26. Juni Flug von Seoul nach Auckland, 11,5 Flugstunden
Departure: 13.15 Uhr Ortszeit Seoul
Arrival: 17.45 Uhr Ortszeit Frankfurt (immer noch der 26. Juni)


27. Juni: wenn alles klappt, komme ich am Dresdner Hauptbahnhof um 00.17 Uhr Dresdner Ortszeit an :D

Milford Sound

10Juni2012

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MIlford Sound 14. Mai 2012

 

Endlich. Endlich wird ein kleiner, sanft gehegter Traum von mir wahr: ich werde den Milford Sound besuchen. Ich habe mich diesmal für eine relativ kommerzielle Bustour entschieden (119$). Die meisten Leute, die ich getroffen habe, waren aber recht zufrieden damit. Also gings für mich recht zeitig am Morgen los – in der Hoffnung am Ende nicht doch noch mit Rheumadecken und nem Römertöopf nach Hause zu kommen. Ich werde ganz pünktlich abgeholt. Bin sogar die Erste (nach dem Busfahrer), die einsteigt. Mein Platz: zweite Reihe von links. Papi, toll he, endlich fährt die Anne wieder Bus ;) Das Wetter ist ziemlich unbeständig. Teils Regen und teils Sonne und nicht sonderlich warm. Überhaupt nicht warm. Bääähhh. Der Bus bringt mich und ca. 20 andere Neuseelandverrückte in die Region der Southern Alps. Was soll ich sagen: atemberaubend schön. Hier fühlt man sich allerdings echt am Ar…ääähhh… Popo der Welt. Mein Handyempfang schwindet von Kilometer zu Kilometer. Dafür nimmt die Zahl der Schafe, Kühe und Rehe exponentiell zu (Mathe-freaks an dieser Stelle bitte Klappe halten!). Und die Berge: einfach herrlich. Nun schon sanft schneebedeckt. Hier und da lugt die Sonne hervor. Einer unserer zahlreichen Fotostopps bringt uns zum Mirror Lake. Wie der Name schon annehmen lässt: Im See spiegeln sich die Berge. Wunderschön! Und weiter geht’s. Durch schmale Täler mit enggewundenen Straßen (halleluja, mir wird nicht schlecht) gelangen wir endlich zum Milford Sound. Dieser beherbergt stolze 170 Einwohner. Bin überrascht, dass es doch so viele sind. Hier beginnt nun der eigentliche spannende Teil des ganzen Ausflugs: eine Bootstour durch den Fjord (immerhin gibt es kostenlos Tee und Cafe – die sich allerdings bei dem Ansturm von indischen (K)Indern hart erkämpft werden müssen, aber zum Glück hab ich spitze Ellenbogen ;)) Wie soll ich die gewaltige Landschaft, die sich vor mir auftut nur beschreiben? Es ist einfach atemberaubend schön und einmalig, was ich da sehe. Die Bergspitzen sind von dichten Wolken bedeckt, aber genau das zaubert eine völlig außergewöhnliche Atmosphäre. Hunderte von tosenden Wasserfällen, dann der Mitre Peak (1692m), Seelöwen, Regenbögen, Albatrosse, die Bugspriet und der Wind, der den salzigen Duft der nahen Tasman Sea heranwirbelt. Trotz gelegentlichen Regenschauern und der etwas eingetrübten Sicht genieße ich den Bootstrip in vollen Zügen. Die frische Luft tut sooo gut! Und wieder einmal lasse ich meine Bilder mal für sich sprechen.

In der Hoffnung, dass sie das vermitteln können, was ich gesehen habe!

 

So, ich hoffe die hungrigen (familiären) Papparazzi sind jetzt ruhig gestellt! Was sich in der Zwischenzeit auch noch so ergeben hat: Es hat sich mittlerweile bestimmt schon rumgesprochen, dass ich nicht in der Lage bin Flüge ordentlich zu buchen.

Nach einem stressigen, nervenraubendem Hin und Her muss, konnte ich immerhin meinen Flug auf den 25. Juni buchen. Mit Glück im Unglück konnte ich im gleichen Atemzug meinen alten Cleanerjob wieder einnehmen. Sodass wenigstens die Unterkunftskosten nicht so dolle reinhauen.

Ich verweile also in Queenstown und genieße noch ein wenig die Zeit mit meiner Moni, die mich ab und zu besuchen kommt. So konnten wir zum Jubiläum der Queen (eine Einladung haben wir von ihr nicht erhalten, deshalb haben wir uns gegen einen Spontanbesuch des Buckingham Palace entschieden) nach Wanaka gefahren und haben dort die berühmte Puzzle World besucht. Ein echt beeindruckender Einblick in die Welt der Illusionen :D.

Oder aber Queenstown bei Nacht. Oder einfach nur Paaartyyyy :D Der Winter rückt immer näher. Alle warten ganz heiß auf Schnee (außer ich – mir ist immer kalt). Am Wochenende wird der erste Skilift eröffnet. Ab und zu ist es echt schon bibberbitterkalt.

 

Zum Thema Pinguin. Nun ja. Ich habe dir, liebe Tittiseeheike einen Pinguin mitgebracht. Sein Name ist Paul. Er ist 12 Monate alt und noch nicht wirklich stubenrein. Toiletten- und Kontinenztraining steht aber auf dem täglichen To-Do-Plan. Er hat eine Vorliebe für Lachs und Kaviar. Umstellung auf Winston Trockenfutter (extra aus Deutschland importiert) verlief leider erfolglos. Mit dem körpereigenen fischigen Geruch stellt selbst er sich ein wenig an. Tägliche Tiefenreinigung mit Nivea Cashmere Moments (mit leichtem Duft der Orchidee) und einem Ganzkörperpeeling von Garnier verzeichnen dezente Erfolge. Auch die Kommunikation hält einige Tücken bereit. Aber ich mache große Fortschritte in meinen pinguinischen Vokabeln. Kkraaaakrrrkkrkrra bedeutet zum Beispiel: ich muss mal für kleine Sardellen. Ausgiebige Kuschelstunden sind selbstverständlich in der Betreuung inbegriffen. Alles in allem ist Paul eine sehr…ääähhhh…liebenswerte Kreatur, mit der es auf keinen Fall langweilig wird! Ich habe natürlich einen Platz in der ersten Klasse reserviert. Ich muss darauf hinweisen, dass alle Kosten und Unkosten von den Pinguin- Adopotionseltern übernommen werden. Und nicht von AnneBringtNenPinguMitNachHause AG & Co KG. Vielen Dank für das entgegengebrachte Verständnis!

THE NEVIS SWING - go big or go home

16Mai2012

Nevis Swing – 13.05.

Meine liebe Moni hatte mich schnell überzeugt, als es darum ging eventuell noch den Nevis Swing zu machen. Da wir etwas Geld sparen konnten, überlegte ich nicht lange.

Am Sonntag hieß es dann: ADRENALIN PUR!
Mit dem Bungybus gings ab in Richtung Remarkablesberge. Bei tollstem Sonnenschein und strahlend blauem Himmel flatterten unsere Herzen beim Gedanken an unserem bevorstehenden Swing.

Nach einer Dreiviertelstunde Autofahrt checken wir im Bungybüro ein. Und gehen mit Wackelpuddingbeinen die freischwebende Gangway entlang.
Wir werden von zwei supercoolen, routinierten Typen angezogen (Ganzkörperklettergurt). Quiecken und schnatternd, wie Mädels eben sind, gucken wir zunächst 3 Pärchen beim Swing zu. OH MEIN GOTT! Das sieht volle Kanne krass aus.

Nun, müssen wir entscheiden WIE wir den Tandemswing machen. Wir werden überzeugt, das ganze backwards upsidedown zu machen. Bild dazu angucken :D
Alleine in die Position zu gelangen, war übelst beängstigend. Aber seht euch die Bilder selbst an, mir fehlen einfach die passenden Worte dafür.

Der Swing an sich. Und plötzlich hatte ich wieder das Gefühl: ich faaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaalle. Kann mich jemand festhalten. Ich war nicht einmal in der Lage zu schreien. So krass war das. Der Druck aufs Dehörn war diesmal so heftig, dass ich sogar Sternchen vor den Augen hatte. Geil wars trotzdem. Und zur Beruhigung aller: keine Folgeschäden!

Also genießt die Bilder :D

 

Nevis Swing NS NS NS NS NS NS NS NS NS NS NS NS NS NS NS NS NS NS NS

Dunedin 08.05. - 12-05.

15Mai2012

Otago Peninsula Sanddüne Seelöwen Seelöwen II Blick aufs Meer Pinguine auf der Klippe (genau hingucken :)) seht ihr die Robbe? für Höni *kussi* Anni vor der steilsten Straße der Welt :D Anni kurz vorm Nevis Swing...mehr dazu im nächsten Blogeintrag

 

 

 

Dunedin 08.05. – 12.05.2012

Dienstag, der 08.05.

Schweren Herzens verließ ich an einem Dienstagmorgen bei gefühlten 10°C und leichtem Nieselregen mein kleines Queenstown. Es ist sehr früh und noch dunkel. Wie ihr seht: ich muss die düstere Wahrheit eingestehen: es ist nun wirklich Herbst.
Mit dem Intercitybus (für 24$) fahre ich die nächsten viereinhalb Stunden durch eine trübe Regenlandschaft. Vorbei an kleinen Orten wie Beaumont, Ettrick und Alexandra. Der Bus ist arschkalt, meine Beine schlafen ständig ein und ich bekomme keinen Bissen herunter. Obwohl in meinem Rucksack die leckeren Tomate-Mozzarella-Taler locken. Ich habe Heimweh nach Queenstown… Gut, ich höre auf zu jammern…gleich….vorher muss ich noch meinen Weg zum Hostel in Dunedin schildern.
Also. Circa  12.30 Uhr kam ich in Dunedin an. Nach den kleinen Städten wie Franz Josef (ok, war wirklich mehr ein Dörfchen) und Queenstown, war die Größe von Dunedin sehr beeindruckend. Immerhin leben hier ca. 12.000 Menschen (und viele Studenten). Ich wurde vom Busfahrer, mit starkem Kiwi-Akzent, im City Center abgesetzt. Auf die Frage hin, ob es weit zum Hostel wäre, schüttelte er nur den Kopf. Recht hatte er schon. Nur hat er dabei eine kleine Winzigkeit verschwiegen: der Weg war einfach nur schweinebeschissen steil. Ich darf an dieser Stelle solche Worte benützen. Weeeeiiilll, ich ungefähr 30kg Gepäck mit mir rumschleppte. Auf dem Weg traf ich eine Leidensgenossin – Sarah, die sich mit mir auf den steilen Weg machte. Nach einer halben Stunde sehr, sehr steilen Anstiegs traf ich schwitzender Weise und völlig aus der Puste am Hostel an. Dort erwarteten mich weitere steile Stufen, die mich zur Rezeption führten. Aber all der Schweiß und Verschleiß meiner Bandscheiben etc. hatte sich tatsächlich gelohnt.
Schon der Name des Hostels verspricht einiges: Hogwartz. Jawohl, das ist der dezent abgewandelte Name des Schulschlosses von Harry Potter. Ich checke in ein 5er Zimmer für 25$ ein. Keine Doppelstockbetten, tolle Sanitäre Anlagen und ein megamoderner Toaster. So einen hab ich noch nicht einmal in Deutschland gesehen. Dieses Hostel steht mit an der Spitze der besten Hostels, die ich besucht habe.
Das Beste an ganz Dunedin: die Library hat freies, unbegrenztes WiFi. Der Himmel auf Erden :D


Mittwoch, der 09.05.

Mein erster richtiger Tag in Dunedin. Ich hatte mich am Vortag mit Sarah für den frühen Mittag verabredet, da wir einen kleinen Schlachtplan machen wollten, wie wir auf die Otago Peninsula kommen. Weil wir eben kein Auto hatten. Nach einer Stunde hatten wir immer noch keinen wirklichen Plan, sodass wir erst einmal einen Kaffee trinken gingen. Danach verschlug es uns in die Public Art Gallery. Bei dem Wetter konnte man ohnehin nichts anderes machen. Wir versuchten noch den Hafen von Dunedin zu erreichen, scheiterten dann aber. Hätte sich eh nicht gelohnt. Nicht schön.
Erfolg des Tages: noch am Abend hatte ich einen Typen mit Auto gefunden, der uns zur Otago Peninsula fahren würde. Keine Angst. Hatte ihn schon in Queenstown getroffen.


Donnerstag, der 10.05.

 Gegen Mittag treffe ich mich mit Sarah. Zusammen wollen wir zur steilsten Straße der Welt laufen. Das Wetter spielt leider gar nicht so mit. Es ist trüb und es regnet feinen Sprühregen. Auf unserem Weg durch die Stadt kommen an wir an einer Temperaturanzeige vorbei: 5°C. Fühlt sich zwar nicht so an, aber wir glauben es gerne. Neben der Temperaturanzeige gibt es auf unserem Lauf an vielen tollen Klamottenläden, Secondhand Buchläden, am Botanischer Garten, typischen Neuseelandhäuschen und -gärten sowie an einem Zoohandel (mit üüüübelst niedlichen Katzen) vorbei. Dunedin ist durch seine schottische Geschichte geprägt und das zeigt sich eben auch im städtischen Erscheinungsbild.
Nach gut einer Stunde kommen wir endlich an der angeblich steilsten, bebauten Straße der Welt vorbei. In Zahlen 35% Steigung oder eben 19,3°.
Natürlich erklimmen wir die paar Stufen (lässt sich besser laufen) mit einigem Schnaufen. Die Straße ist wirklich steil. Nur leider kommt das auf den Bildern nicht wirklich gut rüber. Cool war´s trotzdem.
Mit dem Bus ging´s zurück und nach ein bisschen Schaufensterbummel mummelte ich mich erstmal im Hostel ein.
Die Nacht wurde dann mit meinen neuen deutschen Freunden im dunedinschen Nachtleben durchgefeiert.

Freitag, der 11.05.

Sodass ich nach viereinhalb Stunden Schlaf frisch und munter mit meinem Höni telefonieren konnte. Gut frisch und munter ist echt übertrieben.
Für circa 14 Uhr hatte sich eine kleine Hostelgruppe verabredet, die sich auf den Weg zur Otago Peninsula (eine Art Halbinsel, die aus der Stadt herausführt und sich durch besonderen Artenreichtum und deren Schutz auszeichnet – ein absolutes Muss also in NZ) machen würde. Bis dahin nutzte ich wieder freizügig das Inet der Library.
Das Wetter war auch an diesem Tag nicht das Beste. Windig und regnerisch. Obwohl windig unserem Unternehmen ganz gut entgegen kam.
Denn wir wollten die Albatrosse fliegen sehen! Gegen 14 Uhr (die Mädels mussten auf die Jungs warten) starteten wir per Auto zur Peninsula. Unser erster Stopp war das Royal Albatross Centre, das sich relativ an der Spitze der Halbinsel befindet. Nach ein bisschen Schulunterricht über die hier angesiedelten Tierarten, wollten wir versuchen einen kleinen Blick auf die Albatrosse zu erhaschen. Denn die fliegen nur, wenn genügend Wind da ist. Und wie bereits erwähnt: wir hatten Glück. Sie floooooogen. Zugegeben. Von so weit weg, sahen sie schon wir dicke Möwen aus :D
Nachdem der Wind uns so richtig  um die Ohren geblasen hatte, setzten wir unseren Weg weiter fort. Über unbefestigte Straßen gelangten wir zum Ausgangspunkt, der uns zur Sandfly Bay bringen würde. Nach einem kurzen Abstecher zum Charmes – Aussichtspunkt (oder so), begaben wir uns über die sandigen Dünen hinab zum Strand. Herrlich war das. Wie Ostsee :D. Wir rannten wie die kleinen Kinder die recht steilen Dünen hinab. Ohne uns darum zu kümmern, dass wir ja auch wieder dort hinauf mussten. Egal. Wir genossen unseren Spurt über den Sand. Völlig außer Atmen erreichten wir die ersten bewachsenen Sandhügel. Plötzlich, hörte ich ein Geräusch….ich war die letzte in der Reihe…es klang wie ein Quaken. Quaaaaaaaaaaaaak….Ich schaute in die Richtung, von wo aus das Geräusch kam…und sah eine riesige Robbe. Direkt neben mir….ok, so zwei Meter von mir weg. Die anderen beschäftigten sich noch eine Weile mit dem Tierchen. Da mir hier schon etwas Angst und Bibberbange wurde, ging ich weiter bis zum Strand. Sobald ich um die Ecke eines etwas größeren Hügels lief, wäre ich fast in eine Gruppe von Seelöwen reingerauscht. Boah, da ging mir der Arsch auf Grundeis! So beeindruckend und so nah. Alleine die Geräusche der Tiere verursachten bei mir einen leichten Schauer. Einmalig. Genial. Und ein wenig angsteinflößend. Die Seelöwen strahlten einfach eine enorme Power aus. Nach meinem kleinen Schock konnte ich in der Ferne noch Pinguine ausmachen sowie Robben und ein paar interessante Vogelarten. G E N I A L!!!

Bei einsetzendem Sonnenuntergang machten wir uns wieder auf den Rückweg zum Auto. Unter den krassesten Anstrengungen schafften wir den Aufstieg über die Sanddünnen zurück. Völlig durchgeschwitzt, aber unglaublich glücklich über unsere Entdeckungen, fuhren wir dem lichterfunkelndem Dunedin entgegen.

Queenstown whohoooooo :D

07Mai2012

Queenstown 10.04. – 07.05.2012

Ein Monat in Queeni. So schnell ist die Zeit vergangen. Schwupps. Weg waren 4 Wochen. Zum ersten Mal hatte ich so etwas wie einen Alltag. Aufstehen, ein bisschen arbeiten, Mittagessen, den Nachmittag verplanen und am Abend mit meiner neuen kleinen Familie abhängen.

Mein Cleanerteam bestand aus Celia (Malaysia), Scott (England) sowie Mel und Max (beide aus Deutschland). Am Morgen wurden wir eingeteilt, wer welchen Bereich des Hostel übernehmen würde. Entweder Lodge, Küche oder Backpackerbäder. Besonders praktisch waren die Bäder, wenn man einen leichten Hangover von der Nacht noch verarbeitet muss und die Toiletten für eventuelle Übelkeitsanfälle nötig werden :D.

Danach ging´s ab. Putzen, putzen, putzen und zum Schluss noch die Betten zusammen frisch beziehen. Speziell waren dabei die Lodgebetten. Die Bettdecken sind größer als ich. Bitte bildlich vorstellen, wie ich krampfhaft versuche die übergroßen Bettdecken zu beziehen. Manchmal war es nötig in den Überzug hereinzukrabbeln, um etwaige Fehler in der Bettdeckenstruktur auszukorrigieren. Muss ja alles hübsch und ordentlich ausschauen.

Die schlimmste Erfahrung, die ich machen musste, war die Reinigung eines vollgekotzten (bereits eingetrocknet) Waschbecken. Mein Frühstück wollte schon fast wieder Guten Morgen sagen. Aber hey, schließlich bin ich eine abgehärtete Schwester Anne, die solchen Dingen durchaus gewachsen ist!!! Also Lappen geschnappt und losgeputzt. Mit einigen Würgattacken und leicht grün im Gesicht hatte ich diese kleine Ekelepisode überlebt. Tschaka. Niemand wollte sich für dieses Waschbecken verantwortlich zeigen (sein/ ihr Glück, sonst hätte ich ihn/ sie mit dem Gesicht direkt in die Kotzerei gedrückt!).

Den Rest des Tages nutzte ich, um meine Englischkenntnisse aufzubessern. DVD gucken (natürlich immer in englisch) und den Gesprächen meiner kleinen Family lauschen (die meist nur aus englischsprachigen Leuten bestand). Jaaahh, ab und zu bin ich auch ein bisschen spazieren gegangen. Zum Supermarkt zum Beispiel.


Aber das Beste kommt JETZT:

04.05.2012 der Geburtstag von meiner Mamma Miracoli….UND…

….mein BUNGYYYYYYYYYYYYYYYYYYYYYYYYYYYYYY

Nachdem ich meinen Kollegen Max mit dem Versprechen auf einen Fergburger bestochen hatte mich zu begleiten, machte ich mich mit ihm und wackeligen Beinen auf den Weg zum Gondola Hill. Gut 60 Minuten führte uns der Weg hinauf. Sehr steil und echt atem(be)raubend. Meine Nervosität steigerte sich ins Unermessliche. Doch bevor ich zum waschechten Schluchtenscheißer werden konnte, waren wir schon am Ziel angekommen. Meine Beine wurden noch wackeliger, ich bekam einen Tunnelblick und mein Herz pochte mir bis zum Hals. Waaaahhhhhhh.  Zunächst musste ich mich einchecken: ich musste versichern, dass ich keine nennenswerten Krankheiten hatte (Bluthochdruck, Angstzustände, Rüüüüüücken) und dann wurde noch mein Gewicht genommen. Etwas erschrocken – ich hatte doch schon ein bisschen zugenommen (oder aber es waren die Jacke und die Schuhe, die mein Gewicht beeinflussten…hoffe ich doch), machte ich mich dann auf den Weg zum eigentlichen Absprungssprungpunkt (dolles Wort). Die letzten Meter waren schrecklich. Mit einem bittersüßen Gefühl begab ich mich in die (hoffentlich) erfahrenen Hände von drei starken Männern, die mich mit allem nötigen Know-how festgurteten. Im Hintergrund harte Drum n Bass Musik, die mich auf meinen Sprung einstimmen sollte.
Nun war ich endlich fertig zum Sprung. Einer der Männer begleitete mich an den Rand der Absprungrampe. Von hier hatte ich einen optimalen Blick auf das, was mich erwarten würde. 47m bis zum nächsten Boden und ganze 400HM über meiner Stadt Queenstown. Geil. Und auch wieder nicht. Als ich den tiefen Abgrund sah, rutschte mir das Herz bis zu den Zehenspitzen. OMG (oh my god). Da sollte ich runterspringen??? Unmöglich. Der nette Mann begleitete mich wieder zurück. Denn ich sollte schließlich mit Anlauf da runter springen. Als ich an der Anlauflinie stand, bewegte sich erst mal gar nichts. Meine Beine waren wie aus Blei. Ich zögerte. Und zögerte. Mir kam es vor wie Minuten, die ich da stand. Im Video sieht alles aber ganz schnell aus. Der Trick des netten Mannes: runterzählen.
 3…2…1….
....und dann rannte ich ohne nachzudenken los. Und sprang. Mit einem Megaschrei stürzte ich in die Tiefe. Das geilste Gefühl der Welt. In den kurzen Sekunden meines freien Falls machte sich nur ein Gedanke in meinem Kopf freien Weg in mein Bewusstsein. SCHEISSE, ich fall hier runter….kann mich mal jemand festhalten, bitte? Es ist schon ein irres Gefühl, wenn du den Abgrund direkt auf dich zurasen siehst. Dann gab´s einen immensen Ruck in meinem Körper. Das Bungyseil hatte also gehalten. Ich wurde nach oben gewirbelt. Und nun machte sich nur noch pure Freude in meinem Körper frei. Wahnsinn. Pures Adrenalin. Hammergeil. Und dennoch unbeschreiblich. So etwas muss man eben doch selber erleben, um so ein Gefühl verstehen zu können. Denke ich mal :D

kurz vorm Sprung Anni fliegt auf Queenstown zu Anni rangezoomt beim Fliegen nach dem Sprung


Das Adrenalin hielt natürlich noch den Rest des Tages und den Tag darauf an. Ich war sicherlich sehr anstrengend, wie ich da so übermotiviert durchs Hostel gehüpft bin.

Ein wahnsinnig schöner Tag, der mit einem tollen Curryabend (der von der Hostelbesitzerin gesponsert wurde) endete.
Und so neigte sich auch mein letztes Wochenende dem Ende entgegen. Mit fast dem gesamten Hostel ging´s am Samstagabend zur Blue Ice Bar – eine Bar die nur aus Eis besteht. Sogar die Drinks werden in einem Eisglas serviert. Sehr lustig und sehr kalt. Aber eben sehr zu empfehlen :D
in der Blue Ice Bar mit Moni


Und nun sitze ich hier das letzte Mal in der Lounge und schreibe meinen Blog. Morgen werde ich Queeni verlassen. Naja, nächstes WE bin ich wieder da, um den Geburtstag einer Freundin zu feiern. In der Zwischenzeit geht’s ab nach Dunedin (Daniedn ausgesprochen) – die älteste Unistadt in Neuseeland und ich glaube auch die Stadt mit der steilsten Straße. Ach ja, und mit einer Schokoladenfabrik. Yammmmmmi :D

so läufts in NZ ab...

30April2012

Wäsche gewaschen und aufgehangen (Auckland) kurz vorm Skydive Kiwi (Fruit) für Papi ;) so wird das Aufladen gewährleistet Patagonia Eis in Queenstown nochmal was fürn Papi

 

 

Soooo, nach etwas über 3 Monaten in NZ ist es an der Zeit ein paar allgemeine Infos zu veröffentlichen, die euch einen besseren Einblick in meinen normalen Kiwi-alltag geben sollen.

A wie

 Anni geht’s gut ;)
Arbeiten…putzen, putzen, putzen. Nur 2 bis 3 Stunden am Tag. Für freie Unterkunft- Nennt sich auf Englisch: Work for Accomodation.
Alkohol ist teuer.
Avocados nicht. Zumindest nicht in der Saison. Habs ausprobiert. Wird nicht meine Lieblingsfrucht.
Äpfel. Seit ich in NZ bin, mag ich sie irgendwie doch sehr
gerne.


B wie
Backpacker. Rucksackträger auf Deutsch.  Das bin ich. Haben mit dem Vorurteil zu kämpfen, dass sie stinken. Aber bitte, welche Wäsche wird bei kaltem Wasser wirklich sauber?!?
Betten sind eher unbequem, meist Doppelstockbetten, die sehr wackelig sind. Wichtig zu wissen: Nicht immer wird nicht jede Bettwäsche nach dem Benutzung durch den  Vorgängers gewaschen. Dafür gibt’s dann Tücher, die zwischen den stinkenden Backpacker und der Bettdecke geklemmt werden.
Butter: lebe schon seit ich hier bin ohne sie. Geht erstaunlich gut.
Bus siehe S für Stray
Bus – bin inzwischen auch mit dem Intercity gefahren. Klappt ganz gut. Fahren aber recht selten. Lokale Busse sind schwierig bis unmöglich. Teilweise gibt es einfach keine kurzen Busstrecken. Wenn ich dann doch mit einem Bus fahre, dann meist zu weit. So was wie Bushaltestellenamen gibt’s hier eher nicht. Bzw. werden die nicht angezeigt/ ausgerufen.
Beach siehe S für Strand
Broooooooooot, ich vermisse echtes deutsches Broooooooot. Wenn man ganz genau schaut, findet man ab und zu europäisches Brot. Wenn man besonderes Glück hat sogar mit Roggenmehl aus Good old Germany importiert.


C wie

Clowns habe noch keine gesehen, zumindest keine verkleideten.
Coconutcreme ist das einzige was billiger in NZ ist als in Deutschland.


D wie

Dairyproducts also Milchprodukte sind allesamt teurer als In Deutschland. Hat auch einen Grund, den ich aber noch nicht verstanden habe. Irgendetwas mit Weltmarkt etc.
 Delphine habe ich auf der Fähre von der Nordinsel zur Südinsel gesehen. Toooooll!!!
Dollars sind sehr hübsch und megaschnell weg. Zurzeit ist 1 Dollar 0,65 Eurocent wert.
Deutsche gibt’s viele hier – sind ja aber auch ein paar Milliönchen Einwohner. Wenn ich sage, dass ich aus dem Osten komme, werde ich sehr oft mit der Mauer in Zusammenhang gebracht. Ich versuche dann zu erklären, dass das alles ne Weile her ist. Und ich zu dieser Zeit noch in die Windeln gemacht habe. Ein Maori dachte, dass alle „Ostdeutschen“ blondhaarig sind. Geeeenau…. Es leben die Vorurteile!
Duschen. An das Duschen ohne Duschschlauch werde ich mich wohl nie ganz gewöhnen. Unangenehm ist das Wissen darum, dass noch 45457 andere eine Dusche haben wollen, und man sich deshalb echt beeilen muss. Auch blöd, wenn das heiße Wasser schon alle ist.


E wie

Einheimische sind nett und hilfsbereit, aktiv, fit, sportlich. Auffallend: die „englischen Einwanderer“ sind meist recht schlank (Grund siehe oben) die Maorieingeborenen eher dick (keine Ahnung warum ;)).
Enten sehen hier genauso aus, haben üüüüübelst niedliche Küken. Und blaue Enten gibt es auch. Wirklich. Basta. Ach so, die Enten erscheinen etwas größer Im Umfang als sie europäischen.
Englisch: wenn die Kiwis langsam und deutlich reden verstehe ich sie- ansonsten eher üüüüberhaupt nicht. *HÄÄÄÄÄ* Sie haben schon einen lustigen Akzent. Niedlich.
Eis. Für die Kugel Eis kann man zwischen 4,50 und 7$ hinblättern. Stieleis ist günstiger. Aber nicht ganz so lecker. Mein Favorit ist Kapiti. Weiße Schokolade mit Himbeerstückchen.


F wie

Fahrradfahren grenzt an Folter, da Fahrräder rostig, aber immerhin kostenlos. Bei einigen Hostels findbar.
Fleisch ist unbezahlbar. Geht aber noch ohne. Außer man kauft sich 1kg Hühnerherzen. Die sind schon für 4$ zu erwerben. Bääähhhh.
Freiheit. Jaaaahhh, manchmal kommt da so ein Gefühl von Freiheit in mir auf ;)


G wie

Gefahr ich lache dir ins Gesicht ;) Trotz der vielen Warnschilder kann man sich überall in Gefahr begeben. Und wenn`s nur der Linksverkehr ist.
Gammeln kann man hier auch ganz gut…jede kälter es wird, umso gemütlicher wird’s.
Gemüse/Obst kommt meist aus der Region. Wenn Markttag ist, bekommt man sein Obst/Gemüse wesentlich günstiger. Und definitiv von den „Locals“


H wie

Hitchhiken ist per Anhalter fahren, habe ich nicht versucht. Alleine soll man das halt auch nicht machen.
Hunde sind hier nicht sooo gern gesehen. Weil sie ja die Kiwis (die Vögel) gefährden.
Hostels sind sehr unterschiedlich. Von klein bis groß, meist zwischen 25 -30$ teuer, nicht immer sauber, abwaschen muss man selbst, bisher habe ich gute Erfahrungen gemacht…meistens. Die Bettenhochburgen sind eher nicht zu empfehlen. Mitunter aber nicht unumgänglich.


I wie

Igel, schon viele überfahren auf der Straße gesehen
Interessante Leute gibts überall. Man möchte aber nicht mit allen reden.
Internet ist der Wucher…4$ und mehr pro Stunde. Um einen Backpacker glücklich zu machen, braucht es nur kostenloses Inet. Und wenn`s dann noch einigermaßen läuft, supi.


J wie

Jacke. Windjacken braucht man hier unbedingt. Zum einem wegen dem Wind, zum anderem weil es echt kalt werden kann.
Jandals. Kiwi-englisch für Flip-Flops. Tragen alle. Auch ich habe inzwischen jeden Straßenbelag bzw. Waldboden mit Jandals gemeistert.


K wie

Käse noch teurer als alles andere: Meist haben wir uns zu zweit ein 1 Kilo Käse für 9,99$ gekauft. Wenn`s im Angebot war.
Kontrolle am Zoll: scharf wie die Hunde diese Typen…einschmuggeltechnisch ;)
Kiwi die Frucht habe noch keine gegessen. Sind in Deutschland aber auch billiger *grummel* In NZ heißen die Kiwis Kiwifruit. Um den Unterschied zu den anderen beiden Möglichkeiten zu verdeutlichen. Habe mir gestern welche gekauft, um sie demnächst zu streicheln (weil Tante Tittiseeheiki das ja so möchte) und zu essen.
Kiwi, die europäischen Einwohner.
Kiwi der Vogel: durfte einen streicheln, auf ganz eigene Weise richtig niedlich, eben was Besonders. War ein schönes Gefühl. Aber niiiiemals Kiwibird sagen. Ein absolutes No-go!


L wie

Lebenslust :D
Liebeskummer ist verdammt doooooof.
Landschaft – ohne Worte.


M wie

Maori. Die ureinheimischen Bewohner der Insel. Maorikultur ist hier sehr wichtig und nach früherer Unterdrückung wird sie immer mehr in den Alltag integriert.
Müsli. Meist mein Frühstück mit Milch und einem Apfel (für die Vitamine).
 Motionsick – mir wird immer schlecht beim Busfahren oder eben Skydiven *würg*
Moni meine wunderbare Reisebegleitung- sehr fürsorglich. Leider haben sich aus aktuellen Anlässen unsere Wege getrennt.
Milch schmeckt aus Plastikflaschen komisch. Und ist teuer.


N wie

Neugierig bin ich schon doll – lausche fremden Gesprächen…
Nudisten gibt’s hier keine ;) Die Kiwis sollen recht verklemmt sein. In der Sauna ist Bekleidung Pflicht. Ganz anders als in Deutschland. Da wird man genötigt, die Klamotten auszuziehen. (selbst erlebt in der Toskana Therme mit der Maria H.)
Nordinsel ist scheinbar mehr so fürs Strandleben geeignet.


O wie

Opis/ Omis sind alle rüstig, kaum Rollatoraten auf der Straße…oder die haben alle von der Sorte weggefangen. Komisch ist das. Muss wohl von meinem L1 Weltbild abweichen…. ;)
Organic Food wird hier ganz groß geschrieben! Ist auch teuer.


P wie

Pünktlichkeit setzt hier andere Maßstäbe.
PICTURES!!! Ganz viele davon!
Privatsphäre gibt es keine. Nie.


Q wie

Quallen habe ich keine gesehen.


R wie
 Reisen. Ein unendlich tolles Gefühl, endlich unterwegs zu sein. Gucken, gucken, gucken. So viele Eindrücke wir möglich behalten. Etwas anstrengend, aber wie gesagt: endlich reisen!
Reis reicht für eine ganze Woche und länger. Ist relativ günstig.


S wie

Spinnen. Ich habe gelesen, dass es keine/ sehr selten Spinnen in Neuseeland gibt. Wunderte mich schon über die Spinnennetze. Dann in Raglan im Hostel: ganzes Zimmer voller Spinnen. Haben sich bestimmt schon alle hier versammelt, um mich zu ärgern. *Grummel*
Stray so nennt sich die Busgesellschaft mit der ich im Land herumreise. Haben bestimmte Ziele schon festgelegt. Eine relative gute Alternative, wenn man kein Auto hat. Unabhängig ist allerdings anders.
Strand ist schön, von weiß bis schwarz, mit Glitzer oder ohne, teilweise mörderisch heiß – Achtung Verbrennungsgefahr ohne FlipFlops. *tsssss*
Surfen sieht bei den anderen gut aus. Bei mir nicht ;)
Südinsel. Ist wirklich noch einen Ticken schöner. All die vielen Berge, dabei das Meer direkt nebenan.  Neuseeland scheint aus zwei ziemlich unterschiedlichen Inseln zu bestehen.
Souvenirs: komme sicherlich mit 20 Extrakilo Übergepäck wieder.


T wie

Tropengefühl durch Palmen.
Toast – mein täglich „Brot“. Zwischen Schlabbertoast und Gluten freiem highend Luxusbrot gibt es eine recht große Auswahl.


U wie

Unterwäsche mag ich nicht gern öffentlich zum Trocknen aufhängen. Bisher konnte ich es vermeiden.


V wie

 Vögel, hab schon einige interessanten Arten gesehen. Besonders die Möwen sind groooß und teilweise echt angsteinflößend.


W wie

Wäschewaschen kostet zwischen 2 – 4$ pro Waschladung. Waschpulver kostet extra. Außerdem wäscht man nur mit kaltem Wasser. Sauber wird hier nicht wirklich was. Trockner benutze ich nicht, weil ich Angst habe, dass meine Wäsche schrumpft.
Wandern.  Herrlich.


X wie

Xtreme Quiet. Extreme leise. Gesehen im Raglan Hostel. Flüsterlautstärke ab 21Uhr.


Y wie

Yoghurt ist auch sehr teuer. Ein kleines Sechserpack in der Werbung: 4,90$.


Z wie

Zelten spart Geld. Werde ich aber nach dem Erlebnis am Wanganui River erst wieder machen, wenn ich ein eigenes großes Zelt habe, dass ganz bestimmt Allwettertauglich ist.
Zeit vergeht echt wie im Flug. Und schon sind die ersten zwei Monate rumgewesen.
Meine Zeit war bisher einfach einmalig und ich denke, ich werde erst realisieren, was ich hier erlebt habe, wenn ich wieder zu Hause bin. Manchmal fühle ich mich wie im Märchen. AWESOME ;)

 

Zur aktuellen was-macht-Anni-grade: bin wieder in Queenstown (heute ist sogar Schnee auf den Bergen liegen geblieben) und arbeite dort im Aspen Lodge Backpackers Hostel als Cleaner (hochprofessionelle Reinigungskraft). Macht Spaß und die Leute sind supergut drauf. Da dankt der Chef sogar höchstpersönlich für nur 2,5h "arbeiten".

Arbeiten beim Franz Josef Gletscher

12April2012

Aussicht vom Canavans Knob Walk Regenwald pur und wieder Regenwald Blick auf die Hausberge von FRanz Josef Village Franz Josef Gletscher

 

Zunächst eine kleine Aufklärungsrunde für meine liebste Tittiseeheiki!

Nein, es kommen keine Bienchen und Blümchen darin vor. Höni hat ja mit seinem (äußerst anregendem) Kommentar schon für rote Öhrchen gesorgt :D
Kiwi. Es ist ein magisches Wort in Neuseeland. Wir unterscheiden hier drei Arten von Kiwis. Zum ersten Kiwis als humane Form im Sinne der Einwohner von Neuseeland. Dann Kiwi, die Frucht (die grüne pelzige eiförmige, die man durchaus streicheln, auslöffeln oder einfach nur ganz normal essen kann) und zu guter Letzt: der Kiwivogel. Der kleine, halb blinde und völlig flugunfähige Vogel – der gleichzeitig als Nationalsymbol für NZ genutzt wird. Ich glaube, ihn zu essen, steht unter Todesstrafe!

Für mich als Nichtkiwi (Einwohner) stellt es ein höchstes Privileg dar einen Kiwi (der Vogel) zu streicheln. Habe mir allerdings vorgenommen beim nächsten Supermarktbesuch demonstrativ eine Kiwi (Frucht) zu streicheln. Bin gespannt, wie die psychiatrischen Kliniken so in Neuseeland ausschauen. Werde dann auf meine Tante hinweisen, die mir den Kiwistreicheltipp gegeben hat :D

Zum anderen bin ich mir durchaus bewusst, dass es eigentlich nicht ungefährlich ist Äpfel von Fremden (Männern) anzunehmen. Könnte ja ein K.O. Mittel drin sein oder so. Oder schlimmer: ein Würmchen! Hilfe!

Dein Kommentar, liebe Heike, hat mich dazu animiert ein kleines Kiwi Einmaleins zu schreiben, dass ich demnächst veröffentlichen werde. Die Verhandlungen mit Kindle laufen im Übrigen auf Hochtouren….die wollen natürlich die Preise drücken. Tststs. Aber ich muss ja noch einige Dinge finanzieren ^^



Franz Josef Village

24. März – auf dem Weg nach Franz Josef
Ganz ganz alleine (bitte eine Tüte Mitleid) begann ich nun meinen Weg in eine ungewisse Zukunft. Ein bisschen nervös war ich schon. Wie würden meine Chefs sein, meine Kollegen (in der Hoffnung Kollegen zu haben), das Wetter, die Arbeit an sich?
Ca. 8 Uhr startete mein Bus in die landschaftlich wieder einmalige Kulisse. Vorbei an Weinbergen, blauschimmernden Flüssen, Wanaka, Lake Hawea, Lake Wanaka, Haast Pass. Hindurch durch absolutes Niemandsland. Zwei Regenbogen konnte ich sehen (nur um das deutlich zu machen: ich war nüchtern) und unglaublich schöne Wolkenformationen. Hach. Mit der Zeit nahm der Regen immer mehr zu. Die kleinen Wasserfälle wurden zu reißenden Strömen. Kurz vor Franz Josef lag mitten auf der Straße ein riesiger Steinbrocken. Daran ließ sich der Busfahrer allerdings nicht stören und schwupps, war er an dem Steinchen schon vorbeigefahren. (Zum Glück konnte ich noch schnell ein Bild mit meinem Handy schießen – Beweisbilder werden ja immer wieder gefordert.)
Nach 8 Stunden Busfahrt kam ich endlich in meiner neuen Heimat an. Immer noch bei anhaltendem strömenden Regen und etwas kalten Temperaturen.
Ich meldete mich bei der Rezeption, bekam meinen Zimmerschlüssel in die Hand gedrückt und wurde darauf hingewiesen, dass mein erster Arbeitstag am nächsten Morgen um 10 Uhr anfangen würde.
Mit pochendem Herzen machte ich mich auf den Weg zu meinem Zimmer. Wer würde da auf mich warten? Der Mann mit den leckeren Äpfeln? Die Tür stand bereits offen (also immerhin Kollegen) nur der Vorhang verbarg den im Zimmer befindlichen Inhalt (nämlich meine Kollegen).
Mit Sack und Pack stolperte ich ins Zimmer. Kurzer Check. Ein Mädel und ein Kerl.
Schnell wurde uns bewusst, dass wir alle aus Deutschland sind. Larissa und Alex kommen aus der Pfalz. Beide freuen sich, dass ich aus Dresden bin – sollte ihnen prompt etwas vorsächseln. Leider wollten beide schon am nächsten Tag wieder abreisen. Zwei Wochen wären definitiv genug in Franz Josef. Meinen Plan ganze vier Wochen zu bleiben, können sie nicht nachvollziehen. Nun gut, mal sehen…
Mein zukünftiges Zimmer besteht aus 2 Doppelstockbetten, einer Kitchenette und einem Miniminiminibadezimmer, bei dem die Schließvorrichtung nicht mehr funktionierte. Die Tür war mehr ein Sichtschutz, kein Schallschutz. Eine sehr intime Angelegenheit.


25. März – mein erster Arbeitstag

Um 10 Uhr beginnen. Boah, wie geil.

Nach einer sehr erholsamen, schlafreichen Nacht war ich richtig motiviert für meinen ersten Arbeitstag!
Ich wurde zusammen mit Alex für den Küchen –und Duschen/Toilettendienst eingeteilt. Diesen Job würde ich dann die nächsten Wochen übernehmen müssen.
Naja, ich denke, dass ich nicht wirklich tiefgründig beschreiben muss, wie man in Neuseeland Toiletten und Küchen putzt. Nur so: ab und zu konnte es richtig eklig werden. Ieks.
Dass Leute, die sich im vollen Bewusstsein ihrer mentalen Fähigkeiten befinden, dennoch neben die Toilette ähhhh….kaaa…ähhh… sich entleeren…und dann noch nicht mal in der Lage sind, dies zu entfernen, kann und will ich nicht begreifen. Ähä.
Besonders schlimm sind große Gruppen, die irgendwann den Überblick über ihr Essen verlieren und sich (bewusst oder unbewusst) nicht mehr daran erinnern können, welches Geschirr sie benutzt haben und welches nicht und es deshalb dann einfach irgendwo stehen lassen. Irgendjemand wird es  ja dann schon wegräumen.
Ebenfalls ziemlich eklig sind verstopfte Waschbecken (in Küche und Toilette). Iiiiehhhh, besonders Haare. *börk*
Hinzufügen muss ich wohl noch, dass ich keine Handschuhe benutzen konnte (weil keine da waren).
Das Putzmittel war teilweise so aggressiv, dass ich die ersten Tage heftigst davon Husten musste. Nach einer Weile gewöhnt sich der Körper aber echt an alles.


26. März bis 8. April

Drei Tage habe ich dann noch mit meinen beiden deutschen Kollegen gearbeitet und dann hatte ich das ganze Zimmer für mich alleine. Ganze 6 Nächte hatte ich das Privileg eines Einzelzimmers. Nach 2 Monaten empfand ich das als puren Luxus.
Nach 2,5 bis 3 Stunden arbeiten, machte ich mich meistens auf den Weg um einen der vielen Tracks zum Gletscher (oder in dessen Umgebung) zu erkunden.
Zu diesen gehören: der Canavans Knob Walk, Gorge Walk, Franz Josef Glacier Valley Walk, Lake Wombat Track, Tatare Tunnels Walk, Douglas Walk, Peters Pool mit Hängebrücke. Und das alles bei megatollem Wetter, strahlend blauem Himmel und richtig richtig viel Sonne. Und gefühlten 25°C. Herrlich. Da habe ich gleich noch ein bisschen meine Bräune aufgefrischt, bevor der Herbst/ Winter hier losgeht.
Und endlich, endlich lernte ich jemanden aus der sächsischen Heimat kennen. Da habe ich mich richtig dolle gefreut.
Paul kommt ebenfalls aus Dresden und ist hier in Neuseeland unterwegs, um es per Fahrrad zu erkunden (verrückter Typ hihihi). Immerhin, er kennt sogar Coswig. Die Welt ist eben ein kleines Nestchen. Gegen 22 Uhr beschließen wir noch den Terrace Walk zu laufen. Um Glühwürmchen zu sehen. Wer jetzt was schweiniges denkt, ist selber schuld. *Püh* Irgendwie bin ich aber nicht auf die Idee gekommen, dass es ja scheißschweinedunkel draußen ist. Entschuldigt bitte mein deutsch! Aber es war echt so stockfinster und irgendwie megagruselig. Zum Glück erleuchtete meine Taschenlampe den Weg recht gut. Und zum Glück gibt es keine gefährlichen Tiere. Die Glühwürmchen, wegen denen wir eigentlich los gelaufen sind, haben wir natürlich nicht zu Gesicht bekommen.
Irgendwann bekam ich dann einen Anruf von meiner Moni. Sie hatte eine AuPair Stelle ergattert und  würde schon bald anfangen. Daraus ergab sich für mich die Gelegenheit ihre Work for Accomodation Stelle in Queenstown zu übernehmen. Läuft. Auch wenn es für mich bedeuten würde, dass ich dann den Rest der nächsten Reisemonate alleine reisen musste, freute ich mich wahnsinnig für ihren Job und für meine Gelegenheit wieder nach Queenstown zurück zu kehren und deshalb nicht die ganzen 4 Wochen in Franz Josef verbringen zu müssen. Natürlich, wurde es am Ende in Franz Josef doch noch richtig toll, da ich eine Menge netter Leute kennenlernte. Zu denen auch meine neuen Zimmergenossen und Kollegen aus Taiwan zählten.

Ostern verbrachte ich arbeitend und ohne jegliche Osterdecko. Da ich am Ostersonntag Franz Josef verlassen würde, hatte ich keinen richtigen Antrieb selber für die richtige Osterstimmung zu sorgen. Pech.

Pech ebenfalls für mich, als ich versuchte mich für das australische eVisitor Visum zu bewerben. Hab es 2 Mal probiert und hat 2 Mal nicht funktioniert. Auch meine Organisation, die ich immerhin dafür bezahle mir zu helfen, kann mir nicht sagen warum. Es bleibt spannend.

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